15 Jahre „Wiesbaden Engagiert!“ – Wie alles begann …

Hildegunde Rech

Aktionswoche-Erfinderin Hildegunde Rech im Interview

Sie ist die Initiatorin von „Wiesbaden Engagiert”: Hildegunde Rech, Leiterin der Abteilung Jugendarbeit im Amt für Soziale Arbeit.
Wie aus einer vagen Idee „Wiesbaden Engagiert!“ wurde, schildert sie im Interview:

Frau Rech, was brachte den „Projektstein“ damals eigentlich ins Rollen?

Unsere Aufgabe war und ist es ja, dazu beizutragen, dass Kinder und Jugendliche in Wiesbaden gut aufwachsen. Irgendwann haben wir uns gefragt, könnten nicht auch Unternehmen konkret einen Beitrag hierzu leisten? Wie das genau funktionieren sollte, wussten wir damals aber nicht. Irgendwann gab es eine Veranstaltung von UPJ e.V. zu dem Thema in Dresden, von der ich dachte, das könnte passen. „Brücken bauen“ hieß die, ich kann mich noch gut erinnern. Obwohl mich mein damaliger Chef ungläubig fragte „Was willste denn da?“ hab ich einen Dienstreiseantrag gestellt und bin hingefahren. Dort hatte ich das erste Mal Kontakt mit dem Thema Unternehmenskooperation, damals ziemliches Neuland. Von da an ging’s los – gemeinsam mit UPJ.

Was war für Sie die größte Herausforderung der Anfangsjahre?

Naja, ich hatte eigentlich immer Fracksausen, ob alles klappt und ob auch genug Leute kommen. Das geht mir aber bis heute so. Ich frage mich jedes Jahr: Verstehen das alle und will da wirklich einer mitmachen? Besonders schlimm war’s beim ersten Aktionstag 2005. So etwas gab es ja in Deutschland noch nirgends, also wusste auch keiner, ob es überhaupt funktioniert.

Trägt „Wiesbaden Engagiert!“ zum Zusammenhalt der Stadt bei?

Viele Menschen sagen uns, wenn es das Projekt nicht gäbe, müsste man es erfinden. Das Ziel war ja immer auch, dauerhafte Partnerschaften zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Einrichtungen zu stiften. Und bei fast einem Drittel der Kooperationen ist das heute so. Das ist schon Zusammenhalt.

Was sagen Sie Unternehmen, die noch nicht dabei sind?

Guckt es euch doch einfach mal an! Die Gründe, warum so viele Unternehmen mitmachen, sind total vielfältig. Ganz vorne steht natürlich die Teambildung. Wenn man da eine Beratungsfirma engagiert, kostet so was ne Menge Geld. Bei uns gibt’s das kostenlos.

Ihr berührendstes Erlebnis bei „Wiesbaden Engagiert“?

Da gab es viele, man kann sagen, wir produzieren wirklich positive Erinnerungen. Wenn ich an die Projektbörsen oder After-Work-Partys denke –  da gibt es eigentlich nur glückliche Gesichter.

 

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Die Fragen stellte Antje Börder von der Maxsult GmbH. Sie engagiert sich seit Jahren mit ihrem Know-how im Rahmen der Aktionswoche „Wiesbaden Engagiert!“ und arbeitet mit im TEAM Aktionswoche.

2019-02-05T13:31:14+01:0012. Januar 2019|Tags: , , , , |