Spiel- und Bewegungs­fläche im Schulhof gestalten

Hermann-Ehlers-Schule

„Das sind unsere Azubis Jens, Andreas und Giuliano“, begrüßt Gartenbau-Meister Steffen Scheffler von der Firma Gramenz die 15 Schüle­rinnen und Schüler auf der Rasen­fläche hinter dem Haupt­ge­bäude, „und dort drüben am Baum findet ihr Spaten, Schaufeln und Handschuhe“. Dann erklärt er den staunenden Jugend­lichen der Jahrgänge 7 bis10, dass sie nun 60 bis 90 cm tiefe Löcher für die Funda­mente graben sollen. „Wir bauen in den nächsten drei Tagen gemeinsam eine Spiel­fläche mit insgesamt fünf Balancier-und Bewegungs­ge­räten.“ Auf den Plänen, die Projekt­lei­terin Verena Stoll mitge­bracht hat, sehen sie eine Reckstange, einen Balan­cier­balken, eine Slackline, zwei Hüpfplatten und ein Hangel­gerüst mit Schwingstufen.

„Wie sollen wir das denn in drei Tagen schaffen?“, fragt eine Schülerin besorgt, doch da bekommt sie auch schon einen Spaten in die Hand und kann loslegen. Die „engagierten Wiesba­dener“ verteilen sich zu dritt oder zu viert an den markierten Flächen und beginnen zu graben, was das Zeug hält. Die Sonne scheint heiß und der Boden ist hart. Nach einer Stunde beginnen die Ersten zu stöhnen. Doch Steffen Scheffler zeigt sich begeistert: „Die Jungs und Mädels haben unglaublich viel Power und kommen deutlich schneller voran, als ich gehofft hatte.“ Das zeigt sich auch am Ende des ersten Tages, als tatsächlich alle Löcher ausge­hoben sind.

Zwischendrin gibt es ein großes Spektakel, als der LKW vorfährt, der mit einem Kran die 800 kg schwere, vorbe­to­nierte Slackline durch die Bäume hievt. Um diese an ihren Platz zu bringen, muss Steffen Scheffler am Nachmittag mit dem Gabel­stapler seiner Firma anrücken.

„Ich hatte gestern vielleicht einen Muskel­kater“, stöhnt Leo am nächsten Morgen. Da gibt es erst einmal lange Gesichter, denn es regnet in Strömen. Trotzdem geben die jungen Projekt­teil­nehmer wieder alles und helfen Zement in Schub­karren zu den Löchern zu trans­por­tieren. Die jungen Garten­bauer Jens und Andreas tun alles, um die Moral zu stärken. Immer wieder gibt es Regen­pausen im Pavillon, und dazwi­schen zeigen sie den inter­es­sierten Jugend­lichen, wie man mit Wasser­waage und Schnüren die genaue Funda­menthöhe bestimmt.

Am dritten Morgen zeigt sich das Wetter wieder von seiner guten Seite und bei angenehmen Tempe­ra­turen stehen die jungen Hermann-Ehlers-Schüler ein weiteres Mal vor einer echten Heraus­for­derung. „Heute schälen wir um alle Spiel­geräte die Grasnarbe in 15 cm Höhe im Abstand von 1,50 Meter nach allen Seiten ab“, erklärt Volker Hahn, Ausbil­dungs­leiter der Garten­bau­firma aus Erbenheim, der nun schon zum wieder­holten Male ein erfolg­reiches Projekt zur Schul­hof­ge­staltung gemeinsam mit der Schul­leitung in der Aktions­woche »Wiesbaden Engagiert!« geplant hat. Dabei stellt Gramenz jedes Mal alle Arbeits­geräte, das Know-how und die wertvolle Zeit seiner Mitar­beiter und Azubis zur Verfügung. Dafür dankt ihm Schul­leiter Jochen Adler an diesem Vormittag persönlich und erklärt den Projekt­teil­nehmern, dass geplant sei, die Spiel­fläche zu Beginn des neuen Schul­jahres zu öffnen, wenn der TÜV alles überprüft habe.

„Also, das ist so hart, da arbeite ich nur, wenn es am Ende die Pizza gibt, die Sie uns versprochen haben, Frau Stoll“, ruft Gian-Lucca, der gerade seinen Realschul­ab­schluss erfolg­reich absol­viert hat – und die anderen pflichten ihm bei. Die Pizza muss bei den vielen Kubik­metern Erde, die an diesem Tag bewegt werden, noch öfters als Motivation dienen. Am Ende des Vormittags sitzen alle völlig geschafft, aber stolz und glücklich auf der Mauer vor dem Bistro und lassen es sich schmecken.

Als der Schulhof sich geleert hat, stehen am frühen Nachmittag Dennis, Dominik und Jannick aus dem Jahrgang sieben immer noch auf der Spiel­fläche und helfen den Garten­bauern weiter unermüdlich beim Gießen des letzen Fundaments.

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Stimme zum Projekt

Herzlichen Dank an die tollen Mitar­beiter der Firma Gramenz – auch für die Arbeiten, die nach dem Projekt noch durch­ge­führt wurden, um in den Ferien alles perfekt fertig­zu­stellen. Die Schüle­rinnen und Schüler nutzen jeden Tag den neuen Spiel­platz in allen Pausen.

Verena Stoll, Hermann-Ehlers-Schule

Die Projekt­partner
Fotoga­lerie
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